E-Mail ist geschäftlich und privat eine Lebensader. Weit über 90% des weltweiten E-Mailverkehrs sind SPAM. Daher ist es unbedingt notwendig sich vor SPAM zu schützen. Die Spambekämpfung erfolgt in mehreren Ebenen:
In dieser Phase werden hauptsächlich die einliefernden Mailserver analysiert. So gut wie alle Spammails kommen über korrumpierte Server oder mit Trojanern verseuchte Privatrechner. Hier werden mehrere Techniken kombiniert. Zuerst wird eine umfassende Analyse der Verbindung vorgenommen was unter anderem eine Überprüfung des einliefernden Servers beinhaltet. !! Lässt sich nicht deaktivieren, aber mit Whitelists in Einzelfällen umgehen !!
Eine andere wichtige Funktion ist der Einsatz von so genannten "Blacklists". Dies sind große Verzeichnisse von IP Adressen die ständig von vertrauenswürdiger Stelle aktualisiert und gepflegt werden. !! Lässt sich nicht deaktivieren, aber mit Whitelists in Einzelfällen umgehen !!
Dieses Verfahren nutzt eine Ausfallsicherungsfunktion von regulären Mailservern aus. In der Natur dieser speziellen Technik liegt, dass sie nur schwer von Spammern "nachgemacht" werden kann. Beim Greylisting wird die E-Mail beim Erstkontakt (d.h. dieser Absender schickt zum ersten mal eine E-Mail an diese E-Mail Adresse) nicht angenommen - davon bekommt der Versender natürlich nichts mit. Ein "echter" Mailserver versucht mehrmals alle paar Minuten eine Mail zuzustellen wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hat. Beim zweiten Einlieferungsversuch wird die Mail dann angenommen. Dadurch kann es beim Erstkontakt zu einer verspäteten Zustellung kommen (selten mehr als 30 Minuten, je nach Einstellungen auf der Gegenseite). !! Lässt sich nicht deaktivieren, aber mit Whitelists in Einzelfällen umgehen !!
Nun erst wird die Mail angenommen und es wird die erste inhaltliche Analyse mit der Virenfilterung durchgeführt. Erkannte Viren und Trojaner werden sofort gelöscht. !! Lässt sich nicht deaktivieren !!
Als letzte Maßnahme kommt nun die eigentliche Spamfilterung ins Spiel. Hier wird über verschieden einzelne Techniken eine Bewertung der Mail errechnet, die die Wahrscheinlichkeit ob diese Mail Spam ist darstellt. Wenn ein gewisser Schwellwert überschritten wird, dann wird die Mail als Spam erkannt.
Was nun mit der erkannten SPAM-Mail passiert kann im MISH Konto beziehungsweise bei jedem einzelnen E-Mail Adresse frei bestimmt werden. Eine SPAM-Mail kann gelöscht, verschoben oder einfach nur makiert werden.
Unter MISH kann eine eigene Whitelist konfiguriert werden. Diese gilt dann für alle Domains des MISH Kontos. Wie das geht ist unter Whitelisting nachzulesen.
Der Einsatz des SPAM Filters kann zwar nicht ausgeschaltet werden, aber er kann ignoriert werden. Erkannte SPAM Mails werden nur auf ausdrücklichen Wunsch automatisch gelöscht. Wir empfehlen (sofern IMAP genutzt wird) das speichern im "SPAM"-Ordner. Der Virenfilter lässt sich nicht ausschalten. Mails mit erkannten Viren werden aus Selbsschutzgründen automatisch gelöscht.
Jede als SPAM markierte E-Mail trägt zum einen das Wort "SPAM" im Betreff (Subject) und hat zum anderen einen den "X-DSPAM-Result" auf den Wert "Spam" gesetzt. Wenn die Mail kein Spam ist wird keine Modifikation des Betreffs vorgenommen, der "X-DSPAM-Result"-Header wird aber auf den Wert "Innocent" gesetzt.
Bei MISH einloggen, die Domain aufsuchen unter der die E-Mail Adresse läuft, auf den Reiter Mailverkehr klicken und sich die aktuelle Liste des Verkehrs ausgeben lassen. Über die Suchfilter eventuell das Ergebnis einschränken.
Falls die Mail nicht dabei ist und eventuell schon gestern oder davor kam kann hier auch die Liste aller (abgelehnten, empfangenen und versandten) Mails als ZIP runter geladen werden. Die entpackten .CSV-Dateien Am besten mit einem Tabellenkalkulationsprogramm öffnen und durchsuchen.
Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass ein "echter" Mailserver (Gegenseite) schlecht konfiguriert ist und an Greylisting scheitert. Die Mail kommt dann als unzustellbar zurück. In der Regel wird dann die Antwort unseres Mailservers (mail.service.frbit.de) mitgeschickt: "Recipient address rejected: 4.7.1. Greylisted - patience, young jedi".
Falls es nicht möglich ist den einliefernden Mailserver korrekt konfigurieren zu lassen, kann man diesen auch auf die "Whitelist" setzten. Dafür im MISH Konto einen entsprechenden Eintrag in den Einstellungen machen.
Das Phänomen der "gefühlten Mails" ist nicht technisch begründet. Bei uns gibt es zum Glück kaum SPAM, wer sich an das tägliche ausmisten der Mailbox sosehr gewöhnt hat, dem fehlt natürlich nachher was.
siehe: http://fortrabbit.de/anti-spam-richtlinie